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Von Hans-Martin Stief - Dülmener Zeitung

Dülmen. Dem Anlass entsprechend hatten Bürgermeisterin Lisa Stremlau und die Erste Beigeordnete Christa Krollzig bei ihrer Kleidung auf die Farbe rot gesetzt. „Aber wir haben uns nicht abgesprochen“, so Stremlau bei der Mitgliederversammlung des Stadtfeuerwehrverbandes. Wehrführer Uwe Friesen begrüßte in der vollbesetzten Aula des Schulzentrums neben einem Großteil der 279 Aktiven auch zahlreiche Vertreter von Rat und Verwaltung.


„Die Ausübung unseres Ehrenamtes wird wegen der geänderten Bedingungen in der Arbeitswelt immer schwieriger. Auch der demografische Wandel macht sich in vielen Bereichen schon negativ bemerkbar. Wir können aber zurzeit noch zahlreiche Neuaufnahmen vermelden, was sicher auch an der stetigen Mitgliederwerbung und Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Tür liegt.“
„Die Ausübung unseres Ehrenamtes wird wegen der geänderten Bedingungen in der Arbeitswelt immer schwieriger.“
Wehrführer Uwe Friesen
Geschäftsführer Josef Stegehake vermeldete in seinem Bericht für das vergangene Jahr eine Zunahme der Einsätze um 23 auf 388, „darunter auch schwere Unfälle mit Todesopfern. Besonders betroffen gemacht hat uns der Tod eines Kameraden aus Senden, der bei einer Fahrt zum Einsatz verunglückte.“ Stegehake dankte der Stadt Dülmen für die Unterstützung bei der technischen Ausrüstung und der personellen Aufstockung der hauptamtlichen Wache.
„Die Feuerwehr ist mitten im Leben“, verwies Bürgermeisterin Stremlau auf die vielfältigen Aufgaben, „denn präsent ist sie auch bei Ereignissen wie dem Wildpferdefang.“
Ein großes Thema wird in diesem Jahr das Feuerwehrgerätehaus sein, denn hier soll eine Entscheidung über Neubau oder Renovierung fallen. Entsprechende Pläne werden derzeit erarbeitet, Haushaltsmittel in Höhe von 200.000 für die Planungskosten stehen bereit.
Die Erste Beigeordnete Christa Krollzig überbrachte die Dankesworte der Bezirksregierung, „denn bei den Schutzzielen lag die Feuerwehr Dülmen mit 63 Prozent deutlich über den Werten aus 2013 und als Belohnung gibt es die Befreiung von der Berufsfeuerwehr-Pflicht bis zum 31. März 2020. Das ist ihr Verdienst und es hat sich gezeigt, dass die motivationsfördernden Maßnahmen greifen.“ Vorgestellt wurde am Rande der Versammlung der neue Gerätewagen Logistik, der an der Hauptwache in Dülmen stationiert ist. Für den Löschzug Dülmen-Mitte wird noch ein neues Tanklöschfahrzeug 4000 im Sommer erwartet.
Kreisbrandmeister Donald Niehues lobt die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Feuerwehr, „und das zeigt sich auch in den gut ausgebildeten Kameraden. Die guten Werte bei den Schutzzielen haben dazu geführt, dass wir jetzt viele Jahre in Ruhe arbeiten können. Dazu gehört es auch, dass wir uns Gedanken machen, wo der beste Standort für die Feuerwache ist. Sicher scheint dabei nur zu sein, dass sie nicht wieder an den Overbergplatz zurückkehrt.“
Das Ende der Versammlung mit Beförderungen, Ernennungen, Ehrungen sowie Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr und aus der aktiven Wehr in die Ehrenabteilung erlebten einige Aktive nicht mit: Sie wurden um 21.20 Uhr zu einem Einsatz gerufen - Alltag bei der Feuerwehr in Dülmen.

 

Zahlreiche Ehrungen wurden durchgeführt


Zahlreiche Auszeichnungen nahmen Bürgermeisterin Lisa Stremlau, Wehrführer Uwe Friesen und Kreisbrandmeister Donald Niehues am Freitagabend vor.
Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

Klemens Brocks (70 Jahre), Heinrich Wilde und Alfons Kleinschnieder (60 Jahre), Viktor Schrey (50 Jahre), Stefan Bartmann und Alfons Eversmann (35 Jahre), Stefan Hegemann, Reinhold Growe, Rolf Kerkeling, Markus Möllers und Frank Wilstacke (25 Jahre).

Das 60. Lebensjahr haben vollendet Egon Rath und Reinhard Tatz.

Aus der Jugend-Feuerwehr wurden übernommen Sönke Bartmann und Maximilian Friesen.

Beförderungen standen ebenfalls auf der Tagesordnung.Hendrik Lütke Brintrup wurde zum Oberbrandmeister befördert, Andreas König und Gregor Brockmann zum Hauptbrandmeister, Dennis Thuis zum Brandmeister sowie Markus Möllers und Matthias Brockmann zum Brandoberinspektor. Timo Reckmann (Rorup) und Andreas Hülsmann (Hausdülmen) wurden zu stellvertretenden Zugführern bestellt.

Klemens Brocks nahm die Glückwünsche von der Ersten Beigeordneten Christa Krollzig (r.), Bürgermeisterin Lisa Stremlau und Kreisbrandmeister Donald Niehues entgegen.